Universität für angewandte Kunst Wien
ao.Univ.-Prof. Mag. art. Dr. phil. Marion Elias (interim. Leiterin)

"Mal - und Handwerkstechniken"

Vorlesung und Übungen (VU), LV-Nr. S40176, 2.0 SemStd.

Nur im Sommersemester: VÜ jeweils mittwochs, 12.30h c. t. - 14.00h, EXPOSITUR POSTGASSE 6, 2. STOCK, SEMINARRAUM

In den Vorlesungen und Übungen sollen sämtliche aktuellen und traditionellen "Maltechniken" (bzw. auch Zeichentechniken) und Werkstoffe vorgestellt, geprüft, ihre Vor- und Nachteile besprochen und praktisch erarbeitet respektive kontrolliert werden. Spezielle Fragen und (mal)technische Probleme der TeilnehmerInnen werden ausgiebig behandelt. Ziel der Vorlesungsserie ist es, den TeilnehmerInnen eine nahezu komplette "Produktpalette" technischer Möglichkeiten nahezubringen, die sie in die Lage versetzen, ihren Vorstellungen auf einfachste Weise Ausdruck zu verleihen.

Spezielle Fragen und (mal)technische Probleme der TeilnehmerInnen werden ausgiebig behandelt und bei wenigstens zwei "Atelierterminen" (freiwillige Teilnahme) praktisch umgesetzt. Diese Ateliertermine oder "Maltage" stehen den TeilnehmerInnen der Vorlesung ebenso offen wie den TeilnehmerInnen der LV "Ästhetik der Farben" und - ganz grundsätzlich interessierten Menschen...

Termine dazu werden nach Absprache mit InteressentInnen separat bekanntgegeben, Arbeitsort ist 1030 Wien, Baumgasse 40 ("Werkstätte" der Vortragenden).

Bei allgemeinem Interesse soll zusätzlich versucht werden, die Technik des Freskos - praktisch und theoretisch - auszuloten.

Weiters gibt es den Plan, eine Studienreise nach Florenz zu realisieren, um die "Materialbasis" vor Ort im wohl einzigen noch existierenden Spezialgeschäft zu erweitern.

Malerei ist - unter anderem - auch eine handwerkliche Tätigkeit, etwas, das man mit den Händen ausführt, nachdem der Kopf darüber nachgedacht hat. Modische Irrtümer weisen der Maltechnik so etwas wie einen Modus der Verhinderung zu, und was auch nur an den Begriff des "Könnens", der Beherrschung der Materie anstreift, soll angeblich megaout sein. Dieser Logik folgend müsste die Beherrschung eines Vokabelschatzes in einer x-beliebigen Fremdsprache den Lernenden am Sprechen hindern. Nun sind technische bzw. technologische Kenntnisse tatsächlich kein Selbstzweck oder Endzweck eines MalerInnenlebens. Sie sind aber sehr wohl die Werkzeuge, über die Ideen sich erst verbildlichen lassen. Die Frage der "Technik" darf überhaupt keine Frage sein.

Anmeldungen ab sofort unter:
irene.gerersdorfer@uni-ak.ac.at
robert.maierhofer@uni-ak.ac.at

(Marion Elias)